Der Begriff „Maklerpool“ führt ein bisschen in die Irre. Gemeint ist eine Einreichergemeinschaft: eine Organisation, die dir Software, Bankenvielfalt und Produktauswahl stellt und sich um die Abwicklung deiner Verträge kümmert. Ohne Pool arbeitet in Deutschland kaum ein erfolgreicher Baufinanzierungsvermittler.
Alle Banken mit einem Vertrag
Stell dir vor, du müsstest mit jeder Bank einzeln einen Vertrag schließen. Mit der Commerzbank, der Deutschen Bank, jeder Volksbank, jeder Sparkasse, dazu mit Bausparkassen und Versicherern. Mehrere hundert Institute. Das ist eine Lebensaufgabe. Und wozu brauchst du einen Vertrag mit der Sparkasse Hintertupfingen, wenn du dort nie einreichst? Genau, bis eines Tages ein Kunde aus Hintertupfingen vor dir sitzt.
Der Pool hat diese Verträge bereits geschlossen. Mit deiner Anbindung hast du automatisch über 750 Institute im Portfolio und kannst sie deinen Kunden anbieten.
- über 0
- Institute im Portfolio mit deiner Anbindung
- 0
- Partner statt hunderter Einzelverträge mit Banken
- täglich
- Schwarmwissen aus vielen Einreichungen
Die Vorteile im Überblick
Hohe Provisionen. Der Pool bündelt das Volumen aller seiner Vermittler. Damit verhandelt er bei den Banken deutlich bessere Provisionen, als ein Einzelner je bekäme. Davon profitierst du.
Profi-Software. Du bekommst Zugang zu einer professionellen Vergleichsplattform. Du gibst die Daten deines Kunden ein und siehst sofort alle passenden Angebote. Die Software kostet viel Geld und setzt Verträge mit jeder einzelnen Bank voraus. Beides übernimmt der Pool.
Gesammelte Einreichung und Abrechnung. Der Pool wickelt deine Fälle mit den Banken ab und rechnet deine Provisionen ab.
Fachsupport. Wenn du nicht weiterweißt, rufst du an: „Mein Kunde hat diese spezielle Situation – was mache ich jetzt?“ Ein guter Fachsupport zeigt dir die Strategie, mit der du die beste Chance auf eine Zusage hast. Kein Fall ist zu exotisch. Ein guter Pool findet auch eine Lösung für das Modernisierungsdarlehen eines einarmigen Lehrers, der auf dem Mars wohnt. Dazu kommt der technische Support, damit du die Software sicher bedienst.
Schwarmwissen. Als Einzelkämpfer reichst du nicht jeden Tag Finanzierungen bei der Allianz, der DSL Bank oder der ING ein. Ändert eine Bank ihre Konditionen oder ihre Vergaberegeln, bekommst du es oft gar nicht mit. In einem Pool werden täglich viele Finanzierungen eingereicht. Dieses Wissen aller Berater fließt zusammen und landet bei dir.
Weiterbildung. Gute Pools betreiben ein Schulungsportal, in dem du alles lernst, vom Aufbau eines Grundbuchauszugs bis zu den Besonderheiten einzelner Banken und Produkte. Weiterbildung gehört dazu, wenn du langfristig einen guten Job machen willst.
Vergünstigte Leads. Leads sind Kundenanfragen aus dem Internet, etwa über Google-Anzeigen oder Vergleichsportale. Ihre Erzeugung kostet Geld. Manche Pools geben sie vergünstigt an ihre Vermittler weiter.
Die Marke. Bietet dein Pool ein Franchisemodell an, trittst du unter seiner Marke auf und kannst deinen Kunden über seine Website und seine Kundenbewertungen zeigen, dass du mit einem starken Partner arbeitest (Kapitel 17).
Erinnerung: Direkteinreichung oder Clearing?
Achte bei der Wahl deines Pools auch auf das Einreichungsmodell (Kapitel 5). Bei der Direkteinreichung sprichst du selbst mit der Bank. Beim Clearing prüft eine Clearingstelle deine Unterlagen, bevor sie zur Bank gehen. Frag nach, ob du direkt einreichen kannst und wie umfangreich der Fachsupport für den einzelnen Fall ist.
Worauf du bei der Wahl deines Pools achten solltest
- Wie hoch ist die Provision, und gibt es eine Staffel?
- Welche Banken und Produkte sind angebunden?
- Welcher Support steht dir zur Verfügung – fachlich und technisch?
- Gibt es Weiterbildung und Unterstützung beim Start?
- Wie sind Vertragslaufzeit und Kündigung geregelt?
- Was passiert mit deinen Folgeprovisionen und Kundendaten, wenn du wechselst?
Darauf würde ich achten: Ein seriöser Pool bindet dich nicht mit langen Laufzeiten. Der Vertrag läuft unbefristet und ist kündbar. Der Kunde sollte immer dir gehören. Und Folgeprovisionen, die du bei einem Wechsel verlieren könntest, gibt es in der Baufinanzierung in der Praxis nicht.