Tippgeber sind Gold wert. Es gibt aber einen zweiten Weg zu neuen Kunden, und der wird jedes Jahr wichtiger: Beiträge und Videos auf TikTok, Instagram, YouTube und Facebook. Für mich ist das eine der besten Möglichkeiten, Neukunden zu gewinnen. Vor allem Videos funktionieren richtig gut.
Wo deine Kunden sind
Laut ARD/ZDF-Medienstudie 2025 nutzen 40 Prozent der Menschen ab 14 Jahren Instagram mindestens einmal pro Woche. Facebook kommt auf 31 Prozent, TikTok ist auf 20 Prozent gewachsen. Beim Video-Streaming ist YouTube mit 72 Prozent Reichweite die klare Nummer eins (onlinemarketing.de). Wer heute eine Immobilie kaufen will, fragt nicht mehr nur seine Hausbank. Er scrollt.
Warum Videos so gut funktionieren
Baufinanzierung ist Vertrauenssache. In einem Video sehen die Leute dein Gesicht, hören deine Stimme und merken, wie du erklärst. Rufen sie dich dann an, kennen sie dich schon ein bisschen. Das erste Gespräch fängt nicht bei null an.
Ich mache das selbst. Auf meinem TikTok-Kanal @olaf\_lippold folgen mir inzwischen rund 11.000 Menschen. Und mit unseren Inhalten in den sozialen Medien erreichen wir insgesamt rund 15 Millionen Menschen im Jahr.
Welche Plattform wofür?
- TikTok: kurze Hochkantvideos. Auch ohne viele Follower kannst du hier große Reichweite bekommen. Ideal für schnelle Tipps.
- Instagram: Reels, Stories und Bildbeiträge. Gut, um Nähe aufzubauen und deine Kunden hinter die Kulissen blicken zu lassen.
- YouTube: längere Erklärvideos, die noch nach Jahren gefunden werden. Kurze Shorts gehen auch.
- Facebook: stark bei älteren Zielgruppen und in lokalen Gruppen. Interessant für Anschlussfinanzierungen und Modernisierungen.
Ideen für deine ersten Videos
- Was kostet ein Hauskauf wirklich? Die Kaufnebenkosten in 60 Sekunden.
- Drei Fehler beim ersten Bankgespräch.
- Forward-Darlehen einfach erklärt.
- Wie viel Haus kann ich mir leisten?
- Ein Tag im Leben eines Baufinanzierers.
So fängst du an
- Fang einfach an. Smartphone, Stativ und ein Ansteckmikrofon reichen für den Anfang (Anhang C).
- Bleib dran. Lieber ein Video pro Woche, ein Jahr lang, als zehn Videos in einer Woche und dann Funkstille.
- Sprich die Sprache deiner Kunden. Fachchinesisch wird weggescrollt.
- Sag, was als Nächstes passieren soll. Termin buchen, Nachricht schreiben, Link anklicken.
Was du rechtlich beachten musst
- Impressum: Auch dein geschäftliches Profil braucht ein Impressum mit Angaben zu deiner Erlaubnis und deinem Registereintrag. Meist reicht ein gut sichtbarer Link zum Impressum deiner Website.
- Zinsen in der Werbung: Nennst du konkrete Zinssätze oder Kosten, verlangt § 17 der Preisangabenverordnung zusätzliche Pflichtangaben mit einem repräsentativen Beispiel. Wer allgemein erklärt, statt mit Zinsen zu werben, ist auf der sicheren Seite.
- Keine Beratung in den Kommentaren: Allgemeine Tipps ja. Die konkrete Finanzierungsberatung gehört ins persönliche Gespräch, mit Erstinformation und sorgfältiger Bedarfsanalyse.
- Werbung kennzeichnen: Stellst du Produkte oder Unternehmen von Partnern vor, kennzeichne das als Werbung.