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Diesen Fahrplan arbeitest du von oben nach unten ab. Die Reihenfolge ist kein Zufall: erst die Prüfung, dann die Nachweise, dann die Erlaubnis, dann Gewerbe und Register. Und erst danach die Anbindung an deinen Pool. Wer die Schritte vertauscht, bestellt Dokumente doppelt oder wartet unnötig.

Dein Fahrplan in sieben Phasen
  1. 1Orientierungund Entscheidung
  2. 2SachkundePrüfung oder Abschluss
  3. 3Nachweiseerst nach der Prüfung
  4. 4Erlaubnis§ 34i und § 34k beantragen
  5. 5Gewerbe & Registeranmelden und eintragen
  6. 6Pool-AnbindungUnterlagen aus Anhang B
  7. 7Durchstartenerste Kunden

Phase 1: Orientierung und Entscheidung

  • Entscheide, was du vermitteln willst: Baufinanzierung, Ratenkredite oder beides (Kapitel 1 bis 10).
  • Kläre, ob du als Vermittler oder als Honorarberater arbeiten willst (Kapitel 3).
  • Lege deine Rechtsform fest – für die meisten Einsteiger das Einzelunternehmen (Kapitel 14).
  • Plane dein Startbudget: rund 2.000 Euro für Prüfung, Erlaubnis und Nachweise plus Berufshaftpflicht, dazu Rücklagen für die Anlaufzeit (Kapitel 6 und 16).
  • Lass dich bei der Orientierung beraten, ich helfe dir gern. Gemeinsam analysieren wir deine Optionen: eigene Marke, Franchisepartner oder Handelsvertreter (Kapitel 2 und 19, Kontakt in Kapitel 22).

Phase 2: Sachkunde

  • Prüfe, ob du einen gleichgestellten Abschluss hast. Im Zweifel fragst du bei IHK oder Erlaubnisbehörde nach (Kapitel 11).
  • Wenn nicht: Melde dich bei deiner IHK zur Sachkundeprüfung § 34i an (Kapitel 12).
  • Bereite dich gezielt vor, zum Beispiel mit dem kostenlosen Videokurs und der Prüfungsvorbereitung unter kp24.sachkundegurus.de (Kapitel 22).
  • Bestehe den schriftlichen und danach den praktischen Teil.
  • Bewahre die IHK-Bescheinigung sorgfältig auf – du brauchst sie für den Antrag.

Phase 3: Nachweise besorgen

Starte diese Phase erst, wenn die Prüfung bestanden ist. Viele Behörden akzeptieren nur Nachweise, die nicht älter als drei Monate sind (Kapitel 13).

  • Führungszeugnis zweimal beantragen: zur Vorlage bei einer Behörde (geht direkt an die Erlaubnisbehörde) und für private Zwecke (geht an dich, für deinen Pool). Online mit Personalausweis und PIN unter fuehrungszeugnis.bund.de.
  • Auskunft aus dem Gewerbezentralregister ebenfalls zweimal beantragen: einmal direkt an die Erlaubnisbehörde, einmal an dich für deinen Pool.
  • Bescheinigung in Steuersachen beim Finanzamt anfordern.
  • Auskunft aus dem Insolvenzverzeichnis einholen.
  • Auskunft aus dem Schuldnerverzeichnis über das Vollstreckungsportal abrufen.
  • Angebot für die Vermögensschadenhaftpflicht (VSH) einholen, am besten über deinen Pool oder Vertrieb (Kapitel 13).
  • Berufshaftpflicht abschließen und die Versicherungsbestätigung nach IHK-Muster anfordern.
  • Schufa-Auskunft für die Anbindung an deinen Pool besorgen.

Phase 4: Erlaubnis beantragen

  • Zuständige Erlaubnisbehörde für deinen Geschäftssitz ermitteln (Kapitel 14 und 16).
  • Gebühren vorab bei der Behörde erfragen.
  • Erlaubnis nach § 34i und § 34k gemeinsam beantragen, auf Wunsch zusätzlich § 34c Nr. 1.
  • Alle Nachweise aus Phase 2 und 3 beilegen.
  • Erlaubnisbescheid abwarten – vorher darfst du nicht vermitteln.

Phase 5: Gewerbe und Vermittlerregister

  • Gewerbe beim Gewerbeamt deines Betriebssitzes anmelden und die Erlaubnis vorlegen (Kapitel 15).
  • Unverzüglich ins Vermittlerregister eintragen lassen und deine Registrierungsnummer notieren.
  • Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausfüllen, am besten mit einem Steuerberater.
  • Geschäftskonto einrichten – dorthin fließen später deine Provisionen.

Phase 6: Anbindung an deinen Pool

  • Unterlagen aus Anhang B zusammenstellen und einreichen.
  • Kooperations- oder Franchisevertrag prüfen und unterschreiben (Kapitel 17 und 18).
  • Zugänge zur Vergleichsplattform einrichten und die Einführung in die Software mitmachen.
  • Deine Erstinformation für Kunden erstellen – mit deinem Namen, deiner Erlaubnis und deiner Registrierungsnummer (Kapitel 17).

Phase 7: Durchstarten

  • Die ersten Module im Schulungsportal durcharbeiten.
  • Lernen, wie Finanzierungsvermittlung in der Praxis funktioniert, zum Beispiel im Baufi Bootcamp (BaufiBootCamp, Kapitel 22).
  • Dein Tippgeber-Netzwerk aufbauen (Kapitel 20) und mit Videos in den sozialen Medien starten (Kapitel 21).
  • Als Franchisepartner: Anfragen über deine Beraterseite annehmen, bei Bedarf vergünstigte Leads nutzen.
  • Den ersten Fall mit dem Fachsupport durchsprechen und einreichen.
  • Regelmäßig Weiterbildung einplanen und Nachweise aufbewahren – die IHK kann sie für die letzten drei Jahre anfordern (Kapitel 11).
  • Änderungen wie Umzug oder neue Mitarbeiter sofort ans Vermittlerregister melden (Kapitel 15).
Olaf Lippold

Olaf Lippold

Gründer · Vermittlerbetreuer · IHK-Prüfer

Gründer von KREDITPLANET24 und Vermittlerbetreuer bei der FinanzPoint. Seit 2010 in der Baufinanzierung, seit 2016 ehrenamtlicher Prüfer der Sachkundeprüfung für Immobiliardarlehensvermittler bei der IHK Wiesbaden, seit 2026 auch bei der IHK Nord Westfalen. Gemeinsam mit Vincent Richter erklärt er hier, was du für deinen Karriereweg als Finanzierungsvermittler wissen musst.

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