Kein Vermittler ist wie der andere. Der eine will seine eigene Marke aufbauen. Die andere startet lieber unter einem starken Namen. Und manche wollen ihre Kunden direkt über ein Netz von Immobilienmaklern bekommen. Drei Wege, drei mögliche berufliche Zuhause.
| Selbstständig unter eigenem Namen | Franchisepartner eines Pools | Handelsvertreter mit Maklernetz | |
|---|---|---|---|
| Für wen? | Wer eine eigene Marke aufbauen will | Wer unabhängig bleiben und von einer bekannten Marke profitieren will | Wer seine Kunden direkt über ein Maklernetz bekommen will |
| Marke | deine eigene | die Marke des Pools | die Marke des Vertriebs |
| Status | freier Makler | freier Makler mit Franchisevertrag | Handelsvertreter nach § 84 HGB |
| Kunden kommen über | dein Netzwerk, Tippgeber, deine Website | deine Beraterseite beim Pool, Leads, dein Netzwerk | Empfehlungen der Immobilienmakler in deiner Region |
| Banken und Produkte | über die Plattformen deines Pools | über die Plattformen deines Pools | der gesamte Markt, institutsunabhängig |
| Akquisekosten | trägst du selbst | teilweise, je nach Anfragen | kaum, die Kunden kommen über die Makler |
Bei Provision, Kosten und Voraussetzungen unterscheiden sich die Anbieter deutlich. Bevor du dich festlegst, sprich mit mir. Ich helfe dir gern, die Angebote einzuordnen, und analysiere mit dir, welches Modell zu dir passt.
Weg 1: Selbstständig unter eigenem Namen
Du baust deine eigene Marke auf und bist dein eigener Chef, mit allem, was dazugehört. Dein Pool arbeitet im Hintergrund: Du nutzt seine Plattformzugänge, seine Bankenauswahl, seinen Fachsupport und seine Schulungen. Dieser Weg passt, wenn du schon ein Netzwerk mitbringst oder richtig Lust hast, eine eigene Marke zu entwickeln. Rechne aber mit einem langen Atem.
Weg 2: Franchisepartner eines Pools
Du bleibst unabhängiger Makler, trittst aber unter der Marke deines Pools auf. Vom ersten Tag an profitierst du von seinem Ruf, seiner Website und seinen Kundenbewertungen. Über deine eigene Beraterseite auf der Website des Pools kommen Kundenanfragen direkt bei dir an. Franchisemodelle bieten nur einige Pools an, zum Beispiel KREDITPLANET24. Für viele Einsteiger ist das der schnellste Weg zu den ersten Abschlüssen (Kapitel 17).
Weg 3: Handelsvertreter mit Anbindung an ein Maklernetz
Als Handelsvertreter arbeitest du eng mit den Immobilienmaklern einer Maklerorganisation zusammen in deiner Region. Die Makler empfehlen ihren Käufern deine Finanzierungsberatung. Du bekommst deine Kunden also genau dann, wenn sie eine Finanzierung brauchen, und hast kaum Kosten für die Kundenakquise. Mehr zu den Handelsvertretermodellen findest du in Kapitel 2.
Und wenn du wächst: die eigene Niederlassung
Wenn es richtig gut läuft, bieten dir viele Pools und Vertriebe eine eigene Niederlassung an. Typische Voraussetzungen sind etwa drei bis vier Mitarbeiter und ein Jahresvolumen von etwas über 20 Millionen Euro. Dann kannst du Untervermittler an dich binden und an deren Geschäft mitverdienen. Und zwar am besten, indem du ihnen hilfst, selbst erfolgreich zu werden.
Für Immobilienmaklerbüros: die eigene Finanzierungsfirma
Du führst ein großes Maklerbüro mit 100 bis 200 vermittelten Objekten im Jahr? Dann sitzt du auf einem Schatz. Fast jeder deiner Käufer braucht eine Finanzierung. Statt diese Kunden nur als Tippgeber weiterzureichen, kannst du eine eigene Finanzierungsfirma gründen.
Welcher Weg passt zu dir?
Das hängt davon ab, wo du stehst und wo du hinwillst. Lass dir Zeit, und unterschreib nichts, was du nicht verstanden hast. Am einfachsten ist ein Gespräch mit mir. Schreib mir an olaf.lippold@finanzpoint.de, ich helfe dir gern bei der Orientierung und analysiere mit dir deine Optionen. So musst du Enttäuschungen nicht erst selbst erleben. Die Fragen aus Kapitel 18 helfen dir beim Vergleich.